Petition gegen Plastikverpackungen

Es ist geschafft! Heute hat die Petition 80946, die sich für eine Reduzierung von Plastik im Lebensmittelbereich stark macht, die kritische Marke von 50.000 Stimmen geknackt! Nicht einmal die Hälfte der Zeichnungsfrist ist erreicht. Ein gutes Zeichen dafür, wie wichtig der Bevölkerung der Bundesrepublik ein Umdenken in diesem Bereich ist.

In vielen Gesprächen haben wir uns ausgetauscht, genervt von den Bergen von unnötigem Plastikmüll. Zwar genießen Unverpackt-Läden derzeit einen aufstrebenden Trend, doch das Konzept steckt eher noch in den Kinderschuhen.

Neues Verpackungsgesetz

Bereits Anfang des Jahres wurde ein erneuertes Verpackungsgesetz (VerpackG) verabschiedet, dass ab 1. Januar 2019 in Kraft treten und die bisher geltende Verpackungsordnung ablösen sollte.

Dieses neue Gesetz beinhaltet beispielsweise strengere Recyclingquoten, aber auch dass Hersteller ihre Verpackungen registrieren müssen. Allerdings ging Umweltverbänden das neue Gesetz nicht weit genug. Also wurde eine offizielle Petition an den Bundestag ins Rennen geschickt. Sie fordert das neue Verpackungsgesetz zu überarbeiten und zu verschärfen.

Das Team der Online-Plattform Utopia.de hat die komplizierten Gesetzestexte mal aufgedröselt und erklärt in einfachen Worten worum es eigentlich geht. Mit einem großen Dankeschön, hier die wichtigsten Ausschnitte:

Konkret geht es bei der Petition um die „Reduzierung der Verwendung von biologisch nicht abbaubaren Verpackungen im Lebensmittelsektor“, also einfacher gesagt vor allem um Plastikverpackungen im Supermarkt. Verschiedene Maßnahmen sollen Verpackungen aus Kunststoff unattraktiver machen – und zwar sowohl für die Kunden, als auch für die Hersteller selbst.

Petition 80946: Die einzelnen Punkte

1. Höhere Gebühren:

Gemäß dem Verpackungsgesetz müssen Hersteller Gebühren für die Entsorgung und Wiederverwertung von Verpackungsmaterialen entrichten. Diese Gebühren sollten jedoch „signifikant“ erhöht werden. Idealerweise werden die Abgaben schrittweise angehoben, damit die Hersteller und Supermärkte Zeit haben, sich umstellen, heißt es in der Petition.

Schlussendlich sollen die Gebühren dann so hoch sein, dass es sich für die Produzenten kaum mehr lohnt, solche Verpackungen zu nutzen. Auch für Kunden sollen in Plastik verpackte Lebensmittel so teuer werden, dass sie lieber auf andere Alternativen umsteigen.

2. Transparenz

Ein weiterer Vorschlag der Petition: Die Hersteller und Supermärkte sollen die Gebühren und Preise für die Verpackungen für die Kunden sichtbar machen. Die Preise könnten entweder auf dem Kassenbon oder dem Verpackungsschild stehen und etwa so aussehen: 2.99 € + 0.30 € Verpackung. Die Verpackungspreise sollen für den Kunden ebenfalls abschreckend wirken.

3. Geld für Umweltschutz

Die Hersteller sollen die Verpackungsgebühren in einen Fonds einzahlen, der dem Umweltschutz zugutekommt. Der Fonds soll zum Beispiel Meeressäuberungsprojekte oder Forschung zu umweltfreundlichen Verpackungen finanzieren.

4. Verschiffung von Plastikmüll

Die Petition sieht vor, dass kein Verpackungsmüll mehr in Nicht-EU-Länder exportiert werden soll. Bis vor kurzem hat Deutschland beispielsweise einen großen Teil des Kunststoffmülls nach China geschickt. Auch für Länder innerhalb der EU fordert die Petition eine Einschränkung: Exporte sollen nur noch in solche Staaten erlaubt sein, die ein Deponieverbot haben. Mit den Export-Verboten soll verhindert werden, dass unser Plastikmüll über Umwege letztlich in der Umwelt landet.

Mitmachen! Mitmachen! Mitmachen!

auch wenn die Quote von 50.000 erreicht ist könnt ihr die Petition bis zum 15. August weiterhin zeichnen. Macht mit und zeigt der Bundesregierung auf, wie wichtig Euch dieser Wandel ist.

Hier gehts zur Petition –> Petition 80946 – Erweiterung des Verpackungsgesetzes

 

Titelbild: CC0 / Pixabay / RitaE

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